Primärverzahnung gerade = gut?

  • Hallo,

    Mal so ne frage und zwar, lohnt sich son gerade verzahnter Kupplungskorb, hört sich halt recht interessant an weil weniger axiallast auf die Lager. Nur sind die Dinger halt auch weniger lang haltbar und lauter. Ist das sehr laut also hört man das so richtig raus oder geht's bei der fahrt.

    Also seid ihr eher Team schräg verzahnt oder gerade verzahnt.

  • Wer sagt denn, dass die gerade verzahnten Primärantriebe nicht so lange halten sollen? Das ist völliger Quatsch. Ich habe mehrere Ronge Primärantriebe schon seit Jahren im Einsatz. Ein wenig lauter als die schräg verzahnten Primärantriebe sind sie allerdings.

    Hab ich schon öfter in foren gelesen war allerdings auch vor 10 jahren oder so

  • Wenn man die beiden Arten gegenüberstellt hat die Gerade Verzahnung einen höheren Wirkungsgrad, da die Lagerkräfte (durch geringe Axiale Belastung) kleiner sind. z.B. Ist der Rückwärtsgang im Auto auch meistens gerade Verzahnt, deshalb das Geräusch.

    Bei der Schrägverzahnung wird das Drehmoment durch die kontinuierlich ineinander greifenden Zähne gleichmäßiger übertragen.

    Ich finde aber nicht unbedingt das die Gerade verzahnten Kupplungskörbe immer lauter sind. Kommt eher auf dessen Qualität und den Zustand des Motors an würde ich meinen.

    Wir lieben das, was knallt und stinkt und trotzdem keine Leistung bringt. :thumbup:

  • Ich habe kürzlich einen geradeverzahnten Ronge Primärtrieb in Betrieb genommen und kann sagen, dass dieser von der Geräuschkulisse her absolut unauffällig ist. Man könnte meinen, es wäre ein schrägverzahnter Primärtrieb drin.

    Ob das so auch bei den billigeren MZA geradeverzahnten Primärtrieben ist, möchte ich bezweifeln.

  • Ein wenig lauter sind sie trotzdem würde ich sagen. Habe wie gesagt auch nur welche von Ronge und keine einfachen MZA Teile.

    Nun ja, mir kommt es oft eher so vor, dass man ein anderes Geräusch hört, was nicht unbedingt immer lauter ist als vorher...Vielleicht sollte das jemande tatsächlich mal messen und mit Daten hinterlegen. Selbst neue schrägverzahnte benötige eine gewisse Einlaufzeit, damit diese "smooth" laufen, bei manchen jedoch werden die Geräusch jedoch lauter...oder anders...

    Ist so ein Unterschied, wie DDR-Zylinder und Nikasiler - die laufen anders, aber lauter?!

    Suche Nabenputzer für meinen SR50-Roller und einen Seitenständer für das Duo 4/1 :thumbup: - Juuhhuuu - Wheelie mit nem Duo rockt :D

  • Habe es schon mal an anderer Stelle geschrieben.

    Bin mit dem schrägverz. Reso primär gestartet der ab der ersten Minute gejault hat.

    Nach dem Upgrade auf den geradverz. Ronge primär ist da nichts mehr von zu hören.

    Der Ronge wiederum war ab Tag 1 flüsterleise, ohne das er eine Einfahrzeit benötigte.

    Ganz klare Empfehlung für Ronge :thumbup:

  • Nun ja, mir kommt es oft eher so vor, dass man ein anderes Geräusch hört, was nicht unbedingt immer lauter ist als vorher...Vielleicht sollte das jemande tatsächlich mal messen und mit Daten hinterlegen. Selbst neue schrägverzahnte benötige eine gewisse Einlaufzeit, damit diese "smooth" laufen, bei manchen jedoch werden die Geräusch jedoch lauter...oder anders...

    Ist so ein Unterschied, wie DDR-Zylinder und Nikasiler - die laufen anders, aber lauter?!

    Die empfundene Lautstärke ist abhängig vom Schalldruckpegel und der Signalfrequenz. Das menschliche Gehör hat über das hörbare Frequenzband ein ungleiches Lautstärkeempfinden. Niedrige Frequenzen werden grundsätzlich weniger störend empfunden wie höhere Frequenzen. Bei einer Frequenz von 4000Hz besteht jedoch die größte Empfindlichkeit. Das heißt, dass kleine Schalldruckpegel ausreichen um einen großen Lautstärkeeindruck zu erzeugen. Signale welche über 4000Hz liegen, werden bei gleichem Schalldruck dann auch wieder weniger wahrgenommen.

    Schwingungen an dem Primärtrieb werden durch den sogenannten Zahneingriff generiert. Hierbei ist die Zahneingriffsfrequenz signifikant, welche sich aus der Drehzahl und der Zähnezahl berechnen lässt. Auf Grund der hohen Zähnezahl des Kupplungskorbes, fällt die Zahneingriffsfrequenz in das Spektrum von den 4000Hz, worauf das menschliche Gehör sehr empfindlich reagiert. Aus dem Grund ist man hier gut beraten, das Primärgetriebe in einer Schrägverzahnung auszuführen. Das Sekundärgetriebe weißt durch die Untersetzung nur noch sehr kleine Drehzahlen auf, wodurch auch bei großen Zähnezahlen die Zahneingriffsfrequenz sinkt und damit auch der Lautstärkeeindruck, daher stellt die Geradverzahnung hier kein Problem dar.

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