Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

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ekim
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Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#1 Beitragvon ekim » 11 Feb 2013, 16:43

hallo, ich habe schon länger ein wig schweißgerät von stahlwerk.
ich habe mich die letzten tage mal damit richtig beschäftigt und habe einige übungsnähte gezogen.
mir geht es erstmal nur um das schweißen unlegierter stähle.

ich habe hier einige wolframelektroden sorten liegen mit verschiedenen durchmessern, da ich nie ein lehrgang für das wig schweißen hatte, muss ich mich selber in die materie lesen bzw reinfinden und ausprobieren.
meine eigentliche frage ist nun eigentlich:
welche wolframelektroden eignen sich für das schweißen von unlegierten stählen am besten?
welchen elektrodendurchmesser schlagt ihr vor für das schweißen von karrosserieblechen (0,5-1mm stärke)
was hat es mit lymoxelektroden auf sich? (auch diese hab ich da, kennfarbe pink in 1,6 und 2,4mm durchmesser)
was hat es mit stromverlagerung auf sich? (mehr richtung minuspol oder umgekehrt?)

vielen dank ich hoffe hier gibts ein paar wigschweißer ;)
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palelu
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#2 Beitragvon palelu » 11 Feb 2013, 20:32

ich versuchs mal...

für die blechdicke unbedingt 1.6er elektroden. lymoxeleltroden hab ich noch nie mit gearbeitet...gidf.de würde ich sagen.
bei stahl kannst du grau, gold sowie (mein persönlicher favorit) rote schweißen. auch andere farben eignen sich, aber da gibts von den herstellern sowiel geschriebenes --- das findest du locker leicht bei google - versprochen
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ekim
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#3 Beitragvon ekim » 27 Feb 2013, 14:40

weiß keiner mehr dazu?
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#4 Beitragvon rm-racer » 27 Feb 2013, 15:34

Also ich schweiße auch nur mit 1,6mm Elektroden...das deckt einen großen Bereich ab. Zu mindestens was beim Moped bauen so anfällt.
Ich nehme auch fast nur noch Goldene weil man damit auch gleich mal Alu schweißen kann. Die blauen sollen aber auch ganz gut sein.
Auf Rote würde ich verzichten!

Grüße
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huj
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#5 Beitragvon huj » 27 Feb 2013, 15:37

Wozu soll man hier nen Roman schreiben, wenn es zig Seiten im Forum dazu gibt und ansonsten nochmal tausend im Netz?

Ansonsten lässt sich folgendes sagen:
Elektroden werden dotiert, d.h. ein oder mehrere Legierungselementen bereichern das Wolfram. So entstehenverschiedene Legierungen, mit unterschiedlichen Eigenschaften. Zur Unterscheidung sind die daraus hergetellten Nadeln farblich gekennzeichnet.

Welche Eigenschaften man gut findet, ist subjektiv. Die Unterschiede können imo nicht soooo relevant sein, weil man von jedem eine andere Farbe empfohlen bekommt.

Ich nehm graue, manch einer goldene, ich glaub es gibt auch blaue..

Was zu vermeiden ist, sind die ThoriumOxid dotierten, weil Thorium eben radioaktiv ist. Brauch ich persönlich nicht in der Werkstatt, wenn es sich vermeiden lässt. Ich meine die sind rot.

Deine Lymoxelektroden sind mit Metallen der seltenen Erden dotiert - soll gut sein, ich weiß es nicht.

Schweißer die ich kenn, sagen die Thorium-Dinger sind die besten, aber ich lass es.
Zur Dicke: momentan nehm ich 1,6, weil mir das mal empfohlen wurde. Habe aber auch mal mit 2,4 geschweißt und meine, dass bei meinen eingeschränkten Künsten die 2,4er weniger häufig geschliffen werden mussten/etwas robuster sind ald die 1,6er. Dafür dauert der Anschliff länger. Gerade am Anfang setzt man ja doch häufiger mal auf, gerade wenn man keine HF Zündung hat, ist die Nadel imo sehr empfindlich, weil man ja gleich am Anfang kratzen muss und das gern bisschen klebt dann.

Der Brenner kommt an den Minuspol. Damit wird aufgrund der physikalischen Stromrichtung die Temperatur der Spitze gesenkt, wenn ich mich recht erinner.

Achso: alle Angaben aus dem Kopf - bitte alles selbst nochmal nachprüfen.

Grüße,

Huj
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#6 Beitragvon nate_s_gr8 » 27 Feb 2013, 21:19

KLeiner Tip. Wer ein Gerät mit Scratchzündung hat, also ohne HF, kann auch einen kleinen Kuperstreifen nehmen und auf dem Zünden. Dann den Lichtbogen rüber ziehen und losschweißen. Das schont die Elektrode.
Noch ein Rat von mir, mach nicht so einen Herman! Besonders WIG Schweisen ist eine Übungs und Vorliebengeschichte. Dir wird jeder etwas anderes erzählen.
Als ich meine Schweiserausbildung gemacht habe, hatte ich wärend meinem ganzen 6 monatigen WIG lehrgang nur 1,6mm Elektroden in blau im Brenner und hab alle meine TÜV prüfungen bestanden egal ob alu, va oder schwarz.
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#7 Beitragvon DMT Racing » 28 Feb 2013, 09:58

In der Praxis verwende ich:

2,4 und 3,2 Grün nur für Alu, jedoch kommt fast immer die 3,2 zum Einsatz.

1,6 und 2,4 Rot für VA und andere X.. Geschichten

1,6 bis 4,0 Gold für Universal, damit kann man eigentlich alles Schweißen.

1,6 bis ca. 80 Amper
2,4 bis ca. 140 Amper
3,2 bis ca. 250 Amper
4,0 ab 250 Amper

Wichtig für Aluminium ist eine möglichst große Gasdüse, zwecks Selbstreinigung im Schweißbereich.
Welche Funktionen bietet dein Schweißer? Pulsen? AC-Fequenz Verstellung? Slope? Zweitstromschalter am Griffstück? Start und Endstrom?
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#8 Beitragvon ekim » 28 Feb 2013, 12:27

also ich hab denke ich ein recht ordentliches gerät.es hat unter anderem die hf zündung.StromVerlagerung kann ich einstellen.anfangs und EndStrom.gas vor und nachlauf.Stromabsenkung.das einzige was fehlt wäre die pulsfunktion.aber finde ich persönlich nicht schön damit zu schweißen.meine größten Problend liegen wie gesagt beim schweißen von feinblechen.hier Brenne ich sehr schnell durch egal mit wie viel Strom ich heran gehe.selbst bei 10 Oder 15 ampere Brenne ich sofort durch.
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#9 Beitragvon huj » 28 Feb 2013, 12:56

Das ist merkwürdig. Mit 10 Ampere kann man eigentlich Bierdeckel schweißen..

Was hast du denn für nen Gerät?? Ist Stahlwerk nicht auchsoein Chinakracher? Dann wärs zumindest denkbar, dass die Angabe nicht stimmt..
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Re: Wolfram Elektroden zum WIG Schweißen.

#10 Beitragvon DMT Racing » 28 Feb 2013, 17:58

Gasvorströmzeit reicht bei Stahl 0,5 Sec.. Bei Edelmetallen oder Aluminium darfst du ruhig 1 - 1,5 Sec. Vorströmen lassen.
Gasnachströmzeit ist besonders bei VA sehr wichtig, nach dem Schweißen unbedingt Auf der Stelle bleiben, auf der die eigentliche Schweißung beendet wurde,sollange wie das Gas nachströhmt. Darf bei Aluminium auch nicht zu kurz sein. Bei VA kann es bis zu 5 Sec. nachströmen.
Stromabsenkung sollte bei deinen Blechen um die 50% liegen, je nach dem, denn beim Absenken darf das Material nicht weiter aufschmelzen, sondern höchstens nur flüssig bleiben.
Startstrom solltest du minimal über dem Schweißstrom legen, um anfangs gleich ordentlich aufschmelzen zu können, jedoch ist die bei deinen Blechen nicht nötig, deshalb diese Funktion einfach ausser acht lassen. Endstrom ist wichtiger, um Endkraterbildung entgegen zu wirken. Nur weiß ich nicht, ob bei dir das in Sec. oder Ampere angegeben ist.
Stromverlagerung würde ich einfach die Standarteinstellung nutzen, je nach dem, was du schweißt. Für deine Bleche sollte da die Standarteinstellung passen.
Als Schutzgas hast du Argon?
Nutzt du eine 1,6er Nadel und eine 5er Gasdüse?

Wenn die Bleche spaltfrei aneinander sind, kannst du mit ca. 25 Amper gut verlaufen lassen, ganz wichtig ist das häufige Absenken des Stroms, sonst wird das Material zu heiß. Hilfreich dabei ist auch die Slope Funktion, die den Schweißstrom in Sec. absenkt.
Falls ein Spalt vorhanden ist, läuft es ähnlich ab, jedoch musst du wärend des Absenkens der Draht hinzugefügt werden. Schweißen-Absenken in einem regelmäßigem Intervall per Hand.

Nadelspitze darf ruhig bis zu 5 mm Kegel angeschliffen werden.
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