M53 M54 auf S51 Kurbelwelle umbauen

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M53 M54 auf S51 Kurbelwelle umbauen

#1 Beitragvon TuningKarl » 10 Mai 2016, 20:06

Umbauanleitung für die Motoren der Baureihe M53 und M54 (S50 und alte Vogelserie)
auf S51 Kurbelwelle in Verbindung mit ausschließlich außenliegenden Wellendichtringen:
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Re: M53 M54 auf S51 Kurbelwelle umbauen

#2 Beitragvon TuningKarl » 11 Mai 2016, 19:44

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Re: M53 M54 auf S51 Kurbelwelle umbauen

#3 Beitragvon TuningKarl » 12 Mai 2016, 21:13

Zur Bearbeitung der Kurbelwelle:
Es sind nur die beiden Maße zu ändern, welche in der Zeichnung (Beitrag 1) angegeben sind und primärseitig die Nut entsprechend zu versetzen.

Zu den Drehteilen: Die Oberflächenrauheit in der O-Ringnut und den Sitzen für die Wellendichtringe sollten möglichst fein sein. Besonders die Kanten an der Nut und den Wellendichtringsitzen sollten etwas verrundet werden.
Sollte ein O-Ring 41,5x3 vorgesehen werden, muss die Nut 4 mm breit und 2,35 mm tief sein.
Der Abstand aller 3 Bohrungen im rechten Drehteil beträgt 48 mm.

Bearbeitung des Motorgehäuses:
Die Ölbohrungen in der rechten Gehäusehälfte, welche vom Getriebe ins Kurbelgehäuse verlaufen, müssen mit Flüssigmetall etc verschlossen werden. Bohrungen vorher natürlich reinigen und anrauen.
Die Kurbelwellengasse der linken Gehäusehälfte muss eine glatte, saubere Oberfläche besitzen um Beschädigungen des später einzusetzenden O-Rings zu vermeiden. Der Ansatz dieser Kurbelwellengasse (hubwangenseitig) sollte minimal angefast und anschließend etwas verrundet werden.
Außerdem muss an der linken Kurbelgehäusehälfte (oben/hinten) etwas Material weggenommen werden, damit das Pleuel dort nicht anschlägt. Hierfür habe ich kein Maß. Ihr könnt euch ja an dem Bild orientieren (ggf. vor dem endgültigen Zusammenbau überprüfen ob ausreichend Material weggenommen wurde).

Zusammenbau des Rumpfs:
In der Zeichnung (Beitrag 1) sind alle Teile zu sehen die in der Kurbelwellengasse Platz nehmen sollen. Bei den Motoren, die primärseitig keinen festen Bund ("Endanschlag") haben, befindet sich an dessen Stelle noch ein Sicherungsring (ganz außen primärseitig).
Für alle die, wie ich, keinen Montageständer besitzen, empfehle ich, eine ausreichend große und dicke Bohle zu nehmen. In diese 3 Löcher zu Bohren (für Kickstarterwelle, Kupplungswelle und Kurbelwelle) so dass die linke Gehäusehälfte mit der Dichtfläche für den Kupplungsdeckel auf diese Bohle gelegt werden kann.
Zuerst wird die Kurbelwellengasse der linken Gehäusehälfte so wie der O-Ring schön eingeölt, der O-Ring in seiner Nut platziert und das Drehteil vorsichtig in die Kurbelwellengasse eingesetzt bis es primärseitig am Bund bzw am Sicherungsring anliegt.
Nun folgt die Ausgleichsscheibe 39x47x? (0,1 bis 1). Um die Dicke dieser Ausgleichsscheibe zu bestimmen, könntet ihr nun ganz klassisch die Kurbelwelle vermessen, den Abstand von der Dichtfläche der Mitteldichtung bis zum Drehteil messen, die Dicke der Mitteldichtung und des Lagers berücksichtigen und ganz viel rechnen. Ich folge da lieber dem Motto: "Wer viel misst, misst Mist!". Deswegen habe ich mir zwei Kurbelwellenlager außen und innen abgeschliffen, damit diese spielend in den Lagersitz und auf die Kurbelwelle flutschen. Dann zB pauschal die Ausgleichsscheibe 39x47x0,3 einlegen, abgeschliffene Lager hinterher, Kurbelwelle + rechtes abgeschliffenes KW-Lager rein, Mitteldichtung auflegen, rechte Gehäusehälfte aufsetzen und mit zwei, drei Schrauben fixieren. Dazu sollten die Getriebewellen oder zumindest deren beiden rechten Kugellager noch nicht montiert sein. Nun mittels Fühlerlehren den Spalt zwischen Hubwange und Kurbelgehäuse messen (rechts und links, Kurbelwelle dabei leicht nach links drücken) und entsprechend die Dicke der linken Ausgleichsscheibe bestimmen. Linke Ausgleichsscheibe einsetzen.
Jetzt werden die Innenringe der Kurbelwellenlager erwärmt und diese beidseitig auf die Kurbelwellenstümpfe geschoben (Handschuhe anziehen, Lager jeweils bis zum Anschlag des Lagersitzes schieben und dort für einen Moment halten).
Lagersitz in der linken Kurbelwellengasse vorsichtig erwärmen und die Kurbelwelle samt Lagern bis zum Anschlag dort einführen und eine Weile dort halten.
Nun erst die Getriebewellen bzw deren Lager einsetzen. Sind alle Lager auf ihren Wellen, Kickstarterwelle sitzt dort wo sie soll usw, wird die Mitteldichtung aufgelegt. Ich empfehle unbedingt eine qualitativ hochwertige, DICKE Mitteldichtung zu nehmen.
Jetzt kann die erwärmte rechte Gehäusehälfte aufgelegt und verschraubt werden.
Die Dicke der Ausgleichsscheiben Kurbelwelle rechts und Abtriebswelle ermitteln und einsetzen. Die Papierdichtung mit einem Innendurchmesser von 47 mm, Außendurchmesser 65 mm und den 3 Löchern (Lochabstand 48 mm) zusammen mit dem rechten Drehteil auflegen und mit 3 Schrauben M5x12 verschrauben.
Wellendichtringe, falls noch nicht geschehen, einsetzen. Primärantrieb usw verbauen.
Soll eine Vape- Zündung verbaut werden, muss deren Grundplatte um 5 mm abgedreht werden (Fläche auf der, der Stator verschraubt ist! -nicht die Fläche motorseitig!). Bei anderen Zündungen kann der abzudrehende Wert abweichen (bei einer PVL Innenrotorzündung kam ich zB auf etwa 7 mm). Um originale E- oder U-Zündungen zu verbauen, müssen 5 mm am Motorgehäuse selbst abgefräst werden damit die Grundplatte entsprechend näher Richtung Motormitte rückt.
Soll ein Zylinderkit, welches eigentlich für S51 und Co vergesehen ist, montiert werden, muss eine Distanzplatte von etwa 2 mm zwischen 2 Fußdichtungen montiert werden. Weitere interessante Infos, Bilder usw zu dem Umbau sind eventuell auch noch in dem oben verlinkten Thema zu finden.

Frohes Schaffen! :cheers:
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