Reisebericht keo's Tour 2016

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keokeo
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Reisebericht keo's Tour 2016

#1 Beitragvon keokeo » 02 Sep 2016, 13:34

Ich werd soweit ichs kann jeden Tag ein oder 2 Tage der letzten Tour hier reinschreiben. Sie ging 10 Tage und führte durch Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien und der Schweiz, knapp 2500km.


Eigentlich wollte ich solch eine Tour ja schon vor 3 Jahren machen, jedoch nicht alleine. Dieses Jahr bot sich dann endlich die Möglichkeit mit 2 Kumpels eine größere Tour zu starten. Cedric mit der Membran TS und Tom mit seiner 650er Suzuki...dann noch ich mit meiner 100ccm Simson.

Tag 0

Am 15.08. war es dann endlich soweit, mit dem Moped auf dem Autoanhänger ging es am Abend von Gera nach Dresden zu Cedrics Garage.

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Im Gepäck noch unsortiert alles was wir gebrauchen könnten. Schlafsack, Isomatte, Zelt, jede Menge Werkzeug, nicht zu wenig Öl, ne Motorradkette, Kupplungshebel und Wechselsachen.
Tom nenne ich wegen seinem Nachname mal Herr Köstritzer, denn ich heiße auch Tom und das macht die Sache einfacher zu beschreiben :D
In Cedrics Garage machten wir unsere Maschinen für den darauffolgenden Tag startklar, jeder nahm so viel Gepäck wie der konnte, ich wollte noch meine Mopedkette wechseln und der Bock musste ja auch noch vom Hänger runter.
Köstritzers Suzuki (Susi) hatte wie sich später herausstellte sehr praktische Seitenkoffer welche allerhand Platz boten, in meine kleinen NVA Stofftaschen konnte ich nur Anziehsachen und Körperpflegezeugs verstauen.
Zum Glück hatte Herr Köstritzer von Louis diese 17€ Bigpacks gekauft, also große Sporttaschen bloß eben fürs Motorrad, hier konnte meine Isomatte, Schlafsack und die 4L Öl seinen Platz finden. Zumindest lies es sich einfacher verzurren und war wassergeschützt.

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Kurz nach 0 Uhr war es dann so weit, ab ins Nest, die Mopeds startklar und in ein paar Stunden geht’s los. Erster Stop 5km entfernt, Louis Megastore, noch mehr Campingequipment kaufen :D

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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#2 Beitragvon keokeo » 02 Sep 2016, 15:42

Tag 1

Um 9 Uhr früh trafen wir uns wieder in der Garage, gegen um 10 waren dann auch wirklich alle da (ja 3 Mann :D ). Nach wichtigen organisatorischen Dingen sowie verspätetem Probesitzen und checken unserer Ladung konnte es endlich losgehen, nächster halt Louis :D


Nach einer 30 minütigen Shoppingrunde gönnten wir uns noch einen Kaffee, den jeder Besucher sich nehmen konnte. An der Kasse war eine Thermosflasche, fand ich super!
Hellwach konnte es Richtung Prag gehen, aus dem geplanten „wir machen einfach mal Mittag in Prag“ wurde nix, wir waren erst halb 4 dort. Die erste echte Mahlzeit war dann trotzdem Pizza.

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17 Uhr ging es weiter, Ziel war erstmal ländliche Gegend, bei der nächsten Pause 50km südlich von Prag suchten wir einen Campingplatz.

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Problem: Diese POI Dinger auf Köstritzers Navi enthielten alles außer Campingplätze. (Garmin) Mein Billignavi konnte uns aber retten, so stand der 60km entfernte Campingplatz mitten in der Tschechischen Pampa fest.
Schon 10min später schien die Tour beendet :(

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Cedric mit der Membran 250er TS hat es durch die schon tief stehende Sonne nicht mehr geschafft auf blankem Asphalt zu fahren. Tschechische Dorfstraßen sind dreckig und oft sieht man Split. Das wurde ihm zum Verhängnis. Nach einem Überschlag war das Motorrad nicht mehr fahrbereit und Cedric hatte ein, wie sich später herausstellte, gebrochenes Handgelenk.

Bild Der Ort des Unglücks.

Ein Autofahrer hielt und rief den Notarzt, zu unserem Glück konnte er etwas Englisch. Cedric wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert ins 20km entfernte Pribram. Wir mussten noch ein paar Fragen der Polizei beantworten, ehe sie ebenfalls ins Krankenhaus zu Cedric fuhren. In der Tschechei zahlt man 40€ an die Polizei wenn sie ausrücken muss.
Nach quälenden 4,5h kam endlich der tschechische ADAC und lud die MZ auf, es war inzwischen 0:30.

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Anders als bei meinen 2 Abschleppungen wurde das Unfallfahrzeug diesmal angehoben und blieb gesichert am Kran hängen während des Transports. Wie wir später erfuhren haben wird sie in ca. 2 Wochen mit einem Sammeltransport nach Deutschland gebracht.

Nun ist es 0:30, der Wind wird kühler, wir sind müde, fuhren noch 5km bis zum nächsten Waldrand, bogen in einen Feldweg ein in der Hoffnung auf eine ebene Fläche wo wir das Zelt aufschlagen konnten.

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Es war zappenduster und Herr Köstritzer leuchtete den Bauplatz mit seinem Abblendlicht aus, was uns am nächsten Morgen....naja ihr könnt es euch denken oder? Echte Männer kicken den Motor an :D
Zuletzt geändert von keokeo am 02 Sep 2016, 23:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#3 Beitragvon Janer » 02 Sep 2016, 18:02

Na da war unsere Startproblem bei der DDR Tour mit der defekten Kupplung an einer ETZ250 ein Witz gegen, ich hoffe dein Kollegen geht es wieder gut.

Ich bin gespannt auf weitere Berichte.. :rockz:
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Viele Grüße
Jan

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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#4 Beitragvon callecalle » 02 Sep 2016, 22:34

keokeo hat geschrieben:Ein Autofahrer hielt und rufte den Notarzt...
Mach mal was gegen den Augenkrebs... ;-)
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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#5 Beitragvon hitschlampe » 02 Sep 2016, 22:51

Liest sich wirklich gut. Bin gespannt wie es weiter geht.

Gute Besserung an deinen Kollegen
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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#6 Beitragvon keokeo » 03 Sep 2016, 13:25

Tag 2

Es ist halb 4 in der Früh, am 17.08., als wir geweckt wurden von unsittlichen Geräuschen. Was schlabbert und fatscht da draußen so? Das mehrfache Grunzen brachte uns Gewissheit...Wildschweine :O Eine kleine Herde hatte unseren Zeltplatz gekreuzt und am nahegelegenen Bach ein Schlammbad genommen. Wir hatten schon etwas schiss, wenn sie die Mopeds umwerfen oder sich das Zelt vornehmen.
Sehr bald sind wir wieder eingeschlafen als gegen 8 uns das Geräusch eines Traktors weckte. Schnell zammpacken! Es stellte sich aber als Fehlalarm heraus, ich dachte er will den Feldweg entlang fahren, welchen wir halb versperrten. Als wir sahen das er nur das Feld drosch packten wir leicht beruhigt zusammen und ich inspizierte die Wildschweinspuren im Schlamm.

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Nach dem Verladen und Zusammenpacken unserer Sachen ging es weiter, dachten wir.
Herr Köstritzers treue Reisschüssel hatte keinen Saft mehr um seinen Wassereimer in eine auf/ab-Bewegung zu versetzen was umgangssprachlich „Standgas“ genannt wird. Ich nehme mir an diesem Punkt mal heraus, das ich nun der einzige mit etwas Schraubererfahrung bin und dadurch ein paar Lösungen parat hatte. Zuerst wollte ich mit meiner 5,5Ah Batterie den Anlasser starten, doch das Gefummel die Kabel anzuschließen an einer Suzuki Batterie, welche durch 72 Abdeckungen geschützt, dem Sitzbankschloss verriegelt und bestimmt noch ein paar Torx Schrauben gesichert ist, war mir am Morgen zu doof.
So entschieden wir uns die 650ccm anzuschieben. Falls euch das mal passiert, der 3. Gang ist dafür ideal, wenn man sich während des Auskuppelns auf die Sitzbank fallen lässt, die Trägheit des Gepäcks und des Motorrads erledigen den Rest.
So konnte es endlich losgehen, ziemlich bald hielt ich an einem schönen See an für ein Foto. Jetzt musste auch bald mal gefrühstückt werden, es war fast schon Mittagszeit.

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Wärend wir die Sonne genossen, versuchten wir unseren Kumpel Cedric zu erreichen. Er ging jedoch nicht ans Telefon bzw. sein Handy lies das nicht zu, da er kein Guthaben mehr hatte.
So telefonierten wir uns durch das Netzwerk des Krankenhauses in Pribram und kamen trotz deren schlechter Englischkenntnisse nach einer viertel Stunde zu der Information, das seine Mutter ihn heute besuchen würde und mitnehmen. Wir waren erleichtert und es blieb nur noch die Sache mit dem ADAC zu klären. Ein ADAC-Plus versichertes Fahrzeug wird im Ausland nur heim gebracht wenn eine Werkstadt den Schaden nicht binnen 3 Tagen reparieren kann und es kein Totalschaden ist. Nun ja, natürlich konnte eine Autowerkstadt die MZ nicht startklar machen und so wurde sie als Totalschaden abgestempelt. Ihre Heimreise bleibt also noch ungewiss. (Trotz ADAC Plus! :( )

Im Inland der Tschechei konnte man leider nicht mehr in Euro zahlen und um Supermärkte zu finden musste man schon ein gewisses Gespür entwickeln oder einfach ziemlich Hunger haben. Immerhin gab es gestern nur Pizza und Kaffee vom Louis. Als bald ein Supermarkt gefunden war musste ich die 4,39€ mit der EC Karte zahlen zzgl. Gebühren :D
Gestärkt fuhren wir bis zum späten Nachmittag durch die Dörfer. An einem MC Cafe machen wir noch eine Rast und ich konnte meinen Coffeinmangel ausgleichen. Den passenden Parklatz habe ich auch sofort gefunden, neben gleichgesinnten :D

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Bald war die österreichische Grenze erreicht und über mein Billignavi fanden wir einen Zeltplatz mitten in Freistadt, 30km nach der Grenze. Eigentlich wollte ich ein cooles Bild machen an irgendwelchen Maroden Grenzgebäuden doch so viel war dort nicht zu sehen.

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In Freistadt gibt es nur einen Campingplatz und dieser ist sehr schön, klare Empfehlung für jeden. 15€ für 2 Personen haben wir insgesamt bezahlt. Der Sprit in Österreich ist auch erstklassig, in der Tschechei lag der Super bei 1,49€, in Österreich bei 1,08€!
Diesmal konnten wir endlich gepflegt duschen und unseren neuen Reichtum durch niedrige Spritpreise mit Bier begießen.

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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#7 Beitragvon keokeo » 04 Sep 2016, 13:48

Tag 3

Heute haben wir uns weiter in das Alpenvorland gekämpft. Herr Köstritzer hat dabei richtig gute Straßen rausgepickt, es ging nur Berg auf und Berg ab mit vielen Kurven. An diesem 18.08. war wie die Tage davor super Sonnenschein. Dadurch das uns das Fahren so viel Spaß gemacht hat verging die Zeit auch sehr schnell und zwischendurch haben wir wenig Rast gemacht, der Anblick war auch immer der gleiche, aber sehr schön.
Am Nachmittag kamen wir an dem Traunsee an. Wunderschöner Anblick.

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Es war 15:30 und der Tag hat noch zu viele Stunden, als das wir hier unser Lager aufschlagen. So entschieden wir weiter zu fahren (was keine gute Idee war).
Eine halbe Stunde später sahen wir das Unheil schon aus der Ferne, am Attersee war ein schöner Wolkenbruch und schloss uns ein. Eine weitere Stunde verging im Platzregen, wir fuhren die meiste Zeit um den See herum, was ich ziemlich gefährlich fand. Ich habe da so meine Erfahrungen mit Aqua Planing. Dazu kam noch mein Spritproblem. Im strömenden Regen musste ich auf Reserve schalten (die so ca. 25km reicht). Es kam einfach keine Tankstelle und die Sachen waren natürlich durchnässt. Bei jedem Schalten und Bremsen musste ich einen gefühlten halben Liter Wasser durch meinen Schuh walzen.
Ich sah mich schon schieben als endlich eine Tankstelle kam, 8,2L Sprit plus 150mL Öl...

Der neue „Regenfahrplan“ sah vor, eine Pension aufzusuchen damit unsere Klamotten trocken werden. Unter der Tankstelle riefen wir verschiedene Pensionen an die das Navi ausspuckte, um uns nach den Preisen zu erkundigen. Diese streuten von 75-95€ für 2 Personen...nein danke.

Wir fuhren weiter zum Wolfgangsee bei St. Gilgen, bei einer alten Oma, welche eine Pension betrieb, nächtigten wir für 30€ pro Person. Leider waren alle Heizungen aus, ich durfte meine Sachen aber auf dem Dachboden der Scheune aufhängen. „Da zieht de Luft, des is morgen trockn“

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Abendessen brauchten wir trotzdem und so zog ich trockne Sachen an, Helm, Pullover und Badehose...ab gings zum Supermarkt. Ein Bild am Wolfgangsee durfte aber nicht fehlen.

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Zum Abendessen informierten wir uns übers Wetter, welches schlecht aussah auf dem Großglockner, Gewitter und Regen für morgen, am Tag darauf sah es noch unbequemer aus.
Wir hatten also schlechte Karten für gute Sicht bei der Alpenüberquerung, geschweige denn trocken zu bleiben. (80% Regen ab 14 Uhr)

Wir legten uns später erstmal schlafen, mit dem Gedanke, so lange vor den Alpen rumzufahren, bis das Wetter eine schöne Überquerung zulies.

Gute Nacht ;-)

Tag 4

Freitag, der 19.08. , wie jeden Tag weckte uns die Sonne gegen 8 Uhr und ehe wir starten konnten vergingen ebenfalls wie immer knapp 2 Stunden. Das end- und verpacken wurde langsam zur Routine. Nach dem Frühstück welches wir zu unserer Schlafgelegenheit dazu buchten im nahegelegenen Restaurant, schauten wir wieder einmal besorgt in den Wetterbericht. Da das Wetter immer schlimmer werden sollte in den Alpen entschieden wir uns heute sie zu überqueren.
Herr Köstritzer bezahlte noch den Extra-Kaffee und ich tauschte meine trocknen Wechselschuhe gegen die nassen Motorradstiefel. Was ich noch nicht wusste, hier wird zu jedem Kaffee ein Glas Wasser serviert :)

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Doch bevor es dazu kommen konnte das wir losfahren würden, kam bereits der nächste deftige Regenschauer. 2 Kippenlängen und einen Kaffee später hatte sich die Lage beruhigt und wir konnten endlich losfahren. Halb 1 nachmittags war ich noch einmal tanken, kurze Zeit später stoppten wir nochmal und schauten wieder nach dem Wetterbericht :D

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Von hier „unten“ sah es „da oben“ gut aus und so fuhren wir zügig weiter an den „Fuß des Berges“ wo uns erstmal pro Fahrzeug 25€ abgeknüpft wurden.

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Dann ging es schließlich hoch, es war ein so geiles Gefühl, ich habe mich so richtig frei gefühlt. Die dünne kalte Luft und dieser majestätische Anblick der Berge und des Schnees..

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Nach 30min und ein paar Pausen waren wir an der Spitze des befahrbaren Berges. Traumhaft.

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Herr Köstritzer wollte nicht noch höher, also bin ich alleine ganz ganz hoch auf die Edelweisspitze.
Also beschleunigte ich den Parkplatz entlang und dann...hubs..der Weg da hoch ist gepflastert, gefährlich! :D

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Halb 4 ging es wieder runter, wir erreichten Italien am Abend, mein Po tat diesmal echt weh, aber das Erlebte lies mich das immer wieder vergessen. Der erste Pass in Italien zum erreichen der Ebene am Meer war eine Umgewöhnung. Jede Serpentine führte in einen 30m langen Tunnel wo die Straße umgelenkt wurde. Gefahr! Meist ist dort wieder mal Kopfsteinpflaster. Es ging aber alles gut :)

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Um 7 erreichten wir unseren auserwählten Campingplatz in Gemona und die Sachen durften weiter trocknen. Am Abend gab es Pizza und Bier, leeecker!

Übrigens ist meine 260er Scheibenbremse angelaufen bei der Bergabfahrt des Großglockners.
Bis sie schließlich gar nicht mehr bremste und ich eine Pause einlegen musste. (dieses Verhalten nennt sich Fading)

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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#8 Beitragvon Hubraumsuchti » 05 Sep 2016, 18:40

Bei mir über die Grenze kost der Super 1,08 und der 100 Oktan 1,20 :D
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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#9 Beitragvon Björn Heinze » 05 Sep 2016, 20:32

Hubraumsuchti hat geschrieben:Bei mir über die Grenze kost der Super 1,08 und der 100 Oktan 1,20 :D



Du Glücklicher :P
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Re: Reisebericht keo's Tour 2016

#10 Beitragvon keokeo » 13 Sep 2016, 20:02

Tag 5

Es ist Wochenendee! Wir schreiben den 20.08. und haben einen kleinen Kater :D
Die Sonne weckt uns mit ihren ersten warmen Strahlen, das ist ein geiles Gefühl!
Noch vor dem Frühstück hab ich die allererste Wartung an meinem Moped vorgenommen.
Der RZT Fußrastenträger war locker, die Kerze leicht undicht und...3/4 meiner Speichen waren locker :D Ich hatte einen Speichenschlüssel mit und habe alle gleichmäßig festgezogen. Hinten hat es trotzdem geeiert ^^
Unser Zeltplatz sah so aus. Man könnte denken unser Nebenjob wäre Wäsche zu trocken.

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Diesmal gab es, wie immer, wenig Frühstück, bestehend aus Restern von gestern :D
100 km trennten uns noch vom Meer. Gegen 11 brachen wir auf und so manchen Stau haben wir geschickt umfahren. Da waren die Italienischen Roller Vorbild. Auf dem Mittelstreifen ist ja genug Platz. Halb 1 in der prallen Mittagssonne haben wir nochmal getankt eh es bis Caorle ging.

Dort angekommen, stand an der Rezeption des örtlichen und größten Zeltplatzes eine lange Menschenschlange. Menschen die aus-checken wollten mussten an der selben Schlange anstehen wie Neulinge. Da man bei den Zeltplätzen immer einen Perso oder ähnliches als Pfand abgeben muss, suchte Herr Köstritzer sein Porte Monaie...
Bald stellte sich herraus, es liegt noch an der Tankstelle!!
Während ich an der Schlange anstand, fuhr er zurück (40km) zu der besagten Tankstelle, vielleicht ist es ja noch da.
Er rief mich an, die Tanke hat bis 15 Uhr zu. Das heißt nochmal 1,5h warten. Es schien als würde die Schlange nicht kleiner werden. So beschloss ich einen anderen Campingplatz zu suchen mit dem Handy. Im 20km entfernten Bibione fand ich den nächsten.
Tom informierte ich darüber wo ich jetzt bin, das war dann irgendwann doch recht teuer.
Übrigens gabs das letzte Trinken in Gemona, was 5h her war. So einen Durst hatte ich noch nie.
Mein Handy lies ich am Moped laden und kaufte mir erstmal etwas zu trinken. Ich musste ja eh Herr Köstritzer zuwinken damit er den Zeltplatz nicht verfehlt. Ruckzuck waren die 2L leer.

Halb 4 kam Tom, nach einigen Gesprächen wussten wir wie es weiter geht. Ich hole Bier und was zu kochen, Tom, also Herr Köstritzer fuhr zu Polizeistation in Bibione um seinen Verlust zu melden.
Die lachten nur (kommt wohl öfter vor), jedenfalls bekam er ein Zettel wo drauf steht das er seine Personalien etc. verloren hat mit Stempel und Unterschrift.
Am Abend gingen wir noch ins Meer, bevor es endlich Essen gab.
Wir erwischten grade Ebbe, das heißt man steht 50m im Meer und hat man unter sich zufällig eine Sandbank, ist man nur bis zu den Knien im Wasser.

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Nachdem wir das 3. Bier genießen wollten, sprachen uns 2 Franzosen an in Englisch und erklärten uns ob das unser Hänger wäre (vom Nachbar). Leider nein, aber cool drauf waren die Leute schon, hatten großes Interesse an der Simson, wegen den ganzen nicht-original-teilen. Wir verstanden uns ziemlich gut und luden sie zum Essen ein.
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Der Benzinkocher beim Kaltstart :D

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Gegen 10 tröpfelte es etwas, aber hey, wir sind im Süden, das wird trocken bleiben.
Dem war nicht so. Fortsetzung folgt.
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